Joachim von Burchard

Regisseur

zweikummernull

von Nicola Bongard

Kerstin findet eines morgens im Zimmer ihrer Tochter Lina ein pelziges, schweres Etwas in der Hängematte vor: nämlich Lucky. Lina aber ist verschwunden. Lucky schläft so gut wie immer, muss gefüttert werden und ist ansonsten zu nichts zu gebrauchen. Kerstin und ihr Mann Florian sind trotzdem schnell dazu bereit, Lucky in die Familie aufzunehmen. Lucky scheint ein Trost für die beiden zu sein. Ist etwas Schlimmes passiert? Was ist bloß mit Lina? Wo ist sie? Psychologe Meyer-Kind hilft den Eltern per Ferndiagnose, ihr Leben genauer anzusehen und zu verstehen. Das Forschen im PC-Verlauf und Smartphone der Tochter gibt vage Hinweise. Während der Alltag der Eltern durch den unverhofften Familienzuwachs auf den Kopf gestellt wird, ist Lina in jedem Moment allgegenwärtig und blickt ebenso milde wie kritisch auf ihre Eltern und deren sitzengebliebenes Leben ... Besser wär´ besser, egal ob in der Schule, beim Aussehen oder bei der Arbeit am eigenen Image, am eigenen Ich. Ob es auch besser muss und überhaupt besser geht, ist eine interessante Frage im Spiel um Leistung, Zukunft und Sicherheitsdenken. Dass das Leben kein Kinderspiel ist, begreift schnell jedes Kind, und die Schule hilft dabei kräftig mit. So wird schnell aus einer glatten 2 eine ZWEI KUMMER NULL.

  • Regie: Joachim von Burchard
  • Text Nicola Bongard
  • Spiel Andreas Klumpf, Andrea Fester, Emilia Fester
  • Ausstattung Ulrike Schörghofer
  • Theater MATZ 2017
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Szenenfoto
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Szenenfoto
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